Krisenmanagement

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.
– Albert Einstein

Arten von Krisen

  • Entwicklungs- und Reifungskrisen (Pubertät, Alter, Menopause),
  • Anforderungskrisen (neuer Job, zu hohe Ansprüche an sich selbst, zu hohe Erwartungen von außen, Arbeitslosigkeit, Umzüge, Leistungsdruck, Eintritt ins Rentnerdasein) und
  • Verlustkrisen (Krankheit, die als Verlust von Gesundheit angesehen wird, Tod, Trennung)

Diese drei Formen sind natürlich oft miteinander verzahnt. Gemeinsam haben sie, dass Betroffenen sie oft als schmerzhaften seelischen Zustand empfinden. Ein Mangel oder Missstand, der sie daran hindert, Ziele zu erreichen oder den Alltag zu bewältigen

Die Fähigkeit Krisen zu bewältigen und die psychische Gesundheit zu bewahren, wird als Resilienz bezeichnet. Beispielsweise kann jemand, der auf sich acht gibt, sich seiner eignen Kraftquellen bewusst ist und Unterstützung annimmt, in der Regel besser durch eine Krise kommen. Resilienz ist eine individuelle Widerstandskraft, die sich langfristig entwickelt.

Die Angst vor der Veränderung

…das, was ich bereits kenne, gibt mir ein Gefühl von Vertrautheit und Sicherheit. Selbst dann, wenn es mich unzufrieden oder gar unglücklich macht. Das Bekannte scheint besser zu sein als alles Unbekannte, weil ich es kenne, weil ich weiß, wie ich handeln muss, wie ich mich schützen kann … Und niemand kann mir wirklich garantieren, dass es besser wird; es könnte ja noch schlechter werden!

Wir Menschen neigen dazu, uns das Schlimmste auszumalen. Ja, wir sind sehr gut darin, Risiken und Gefahren vorwegzunehmen und uns auf das Schlimmste gefasst zu machen. Es schmerzt uns beispielsweise mehr, den schlechten Job zu verlieren, als die Chance auf einen guten Job zu verpassen.

Der Glaube, dass es besser wird, steht sehr oft hintenan. Lieber bleiben wir also bei den altbekannten Leiden als bei unbekannten Risiken.

Die Strategie, lieber beim Bewährten zu bleiben, scheint tief in uns verwurzelt. Das Festhalten an Bekanntem bietet mehr Überlebensvorteil als das Eingehen von Risiken. Zudem kann die Angst vor Veränderung auch als Schutz vor Enttäuschung oder vor Verletzung verstanden werden.

Sehr oft hören wir dann auch Aussagen wie „es könnte ja noch schlechter sein“. Und wenn man konkrete Änderungsvorschläge anbietet, kommt postwendend ein „Ja schon, ABER …“ zurück. Sofort finden sich Gründe und Argumente, die sich gegen jeglichen Veränderungsvorschlag aufbauen.

Daran wird deutlich, wie stark wir auf Widerstände und Unannehmlichkeiten fixiert sind. Die möglichen Vorteile und Chancen werden dabei gar nicht wahrgenommen. Und wenn wir die Vorteile sehen, haben wir Angst davor, dass es vielleicht doch noch anders kommen könnte. Dann hätten wir im schlimmsten Fall ja nicht mal mehr unsere Hoffnung auf ein besseres Leben. Vor einer solchen Enttäuschung wollen wir uns definitiv schützen.